Am 7. März wurden die Miss Germany Awards 2026 vergeben. Die syrischstämmige Rose Mondy wurde zur neuen Miss Germany 2026 gekürt. Die Streamerin nutzt ihre Plattform Twitch, um über Alltagsrassismus und Sexismus in der männerdominierten Gaming-Szene zu sprechen.
Unter den neun Top-Finalistinnen waren Abina Ntim und Paula Daub zwei von wenigen Schwarzen Frauen mit afrodiasporischem Hintergrund. Abina Ntim ist Kulturanthropologin und Gründerin von JONA curly hair care, einem Unternehmen, das eine Versorgungslücke in der deutschen Haarpflege für Afrohaare schließt und Sichtbarkeit schafft. Paula Daub kommt aus der Medienbranche und baut heute ein Beauty-Tech-Startup mit auf. Sie setzt sich aktiv für die Repräsentation von Frauen ein, „die sonst übersehen werden“.
Auch Liz Agyeman, Strategin und Global-Brand-Managerin im Bereich Music, Brand und Community, gehörte zu den top zwölf Finalistinnen. Sie engagiert sich mit Plattformen wie BEN (Black Entertainment Network) und Diaspora Eats, um Sichtbarkeit, Austausch und echte Verbindung zu fördern, besonders für Stimmen, die in Deutschland oft übersehen werden.
Die drei Frauen zeigen, wie wichtig Female Entrepreneurship und Schwarze Sichtbarkeit in Wirtschaft, Medien und Kultur sind. Sie sind Vorbilder, die hoffentlich viele junge Schwarze FLINTA inspirieren.
Das Finale zeigte insgesamt eine vielfältige Gruppe von Frauen: Von Content-Creatorinnen über Forscherinnen bis zu Unternehmerinnen waren Teilnehmerinnen mit Hijab und BIPoC-Hintergrund vertreten.
Insgesamt zeigte das Finale eine größere Diversität, als viele angesichts der aktuellen politischen Lage erwarten würden. Insbesondere für die jüngere Schwarze Generation in Zeiten von zunehmendem Rechtsdruck und sinkenden Förderungen für DEI (Departments, welche Strategien, die ein faires (Arbeits)Umfeld für alle ermöglichen sollen) ein wichtiges Statement.
Gleichzeitig war unter den Kandidatinnen auch die positive Förderung von Frauen in der Bundeswehr vertreten – ein Aspekt, der sicherlich nicht alle gleichermaßen anspricht und zum Nachdenken darüber anregt, wohin sich das Verständnis von Empowerment in Zukunft entwickelt.
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